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 atalonien-heute-stehen/
SUMMARY:Nach langer Beziehungskrise nun die Trennung? Wo die Unabhängigkei
 tsbewegungen in Schottland und Katalonien heute stehen
DESCRIPTION:Die Unabhängigkeitsbewegungen in Schottland und Katalonien sta
 nden in der jüngsten Vergangenheit im Schatten der Corona-Pandemie\, der 
 daraus erwachsenen globalen Wirtschaftskrise und des geopolitischen Ringen
 s der EU mit China\, Russland und den USA. Dass der Separatismus im Verein
 igten Königreich und in Spanien in diesem heiklen Umfeld nun wieder an Br
 isanz gewinnt\, ist kein Zufall:\n\nSchon im Zuge des Brexits fühlten sic
 h viele Schott*innen von der Regierung in Westminister ignoriert und verna
 chlässigt – ein Eindruck\, der im Zuge der Pandemiekrise noch verstärk
 t wurde. Auch in Spanien hat das Virus die Zuständigkeits- und Verteilung
 skonflikte zwischen der Zentralregierung in Madrid und den Regionen erneut
  verschärft. Bei den katalanischen Regionalwahlen haben die separatistisc
 hen Parteien Anfang des Jahres erstmals eine absolute parlamentarische Meh
 rheit errungen. Bei den schottischen Parlamentswahlen Anfang Mai erwarten 
 die Nationalist*innen ebenfalls ein starkes Ergebnis.\n\nAus europapolitis
 cher Perspektive ist die Wechselwirkung beider Bewegungen von jeher Grund 
 zur Faszination und zur Beunruhigung: Wie geht die EU mit dem Szenario um\
 , dass eine unabhängig gewordene Region die (Wieder-)Aufnahme in die Staa
 tengemeinschaft begehrt? Triebe sie damit europaweit den Separatismus an? 
 Oder könnte sie im Gegenteil sogar einen Beitrag zur Befriedung lang schw
 elender regionaler Konflikte liefern? Die EU kann sich jedenfalls nur schw
 er aus diesen Konflikten heraushalten: So hob das Europaparlament im März
  dieses Jahres die Immunität von mehreren katalanischen Abgeordneten auf\
 , die in Spanien ein Gerichtsprozess wegen ihrer Aktivitäten rund um das 
 Unabhängigkeitsreferendum von 2019 erwartet.\n\nJenseits dieser jüngeren
  Geschehnisse dürfen die weit zurückreichende Konfliktgeschichten nicht 
 vergessen werden\, aus der sich die emotionalen Dynamiken beider Bewegunge
 n auf je spezifische Weise speisen. Diese Konfliktgeschichten begründen d
 ie Zugehörigkeit dieser Regionen in ihren Nationalstaaten und befeuern zu
 gleich die immer wieder mobilisierbaren Bestrebungen\, sich aus eben diese
 n politischen Bindungen zu lösen.\n\nDas Europa-Quartett #12 analysiert d
 ie historischen Hintergründe und die aktuelle Situation beider Unabhängi
 gkeitsbewegungen und diskutiert deren Bedeutung für das politische Gesamt
 gefüge in Europa. Zu Gast sind:\n\nProf. Dr. Birgit Aschmann\, Inhaberin 
 des Lehrstuhls für Europäische Geschichte des 19. Jahrhunderts an der H
 U Berlin. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen Politische Kulturgeschi
 chte\, Geschichte der Emotionen und Gendergeschichte. In Kürze erscheint 
 von ihr das Buch Beziehungskrisen. Eine Emotionsgeschichte des katalanisc
 hen Separatismus. Zuletzt erschien u.a. Die Spanische Verfassung von 197
 8: Entstehung - Praxis - Krise? (Hg. mit Christian Waldhoff\, 2020).\n\
 nUdo Seiwert-Fauti\, freier Journalist und Auslandskorrespondent. Nach sei
 nem Studium der Wirtschaftswissenschaften tätig für den SWR und den Hess
 ischen Rundfunk. Wechselte 1997 nach Schottland\, um von Edinburgh aus als
  freiberuflicher Korrespondent für deutsche Medien sowie als Radioredakte
 ur für BBC Scotland tätig zu sein. 2007 Wechsel nach Straßburg\, wo Sei
 wert-Fauti als Korrespondent für englisch- und deutschsprachige Medien u.
 a. ständig beim Europarat\, beim EU-Parlament sowie im Scottish Parliamen
 t in Edinburgh akkreditiert ist.\n\nProf. Dr. Ulrike Liebert\, Politikwis
 senschaftlerin und Publizistin\, hat als Gründerin und Sprecherin des Jea
 n Monnet Centrums für Europastudien (CEuS) an der Universität Bremen (20
 00-2016) internationale Forschungsprojekte zur Demokratisierung der EU gel
 eitet\, u.a. zum EU-Verfassungskonvent (2002/03) sowie zur Rolle von Bürg
 erschaft\, Zivilgesellschaft und Medien-Öffentlichkeiten in der Rekonstit
 ution der Demokratie in Europa. Zuletzt erschien von ihr Europa erneuern!
  Eine realistische Vision für das 21. Jahrhundert (2019) und Europeanis
 ation and Renationalisation. Learning from Crises for Innovation and Devel
 opment (2019\, Hg. mit Anne Jenichen).\n\nDr. Emanuel Herold\, Soziologe\,
  Geschäftsführer der Europa-Union Bremen und Parlamentsreferent der grü
 nen Bürgerschaftsfraktion in Bremen. Gemeinsam mit Ulrike Guérot\, Tom K
 ehrbaum und Oskar Negt veröffentlichte er 2018 das Buch Europa jetzt! Ei
 ne Ermutigung. Seine Dissertation mit dem Titel Utopien in utopiefernen Z
 eiten. Zukunftsdiskurse am Ende der fortschrittlichen Moderne erschien 20
 20 im Wallstein-Verlag.\n\n&nbsp\;\n\nDie Zugangsdaten zur Veranstaltung s
 owie unsere Datenschutzbestimmungen finden Sie auf unserer Homepage.
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